Gut und Böse
Es wundert mich immer wieder, wie gerne doch insbesondere Fernsehsendungen in Gut und Böse unterteilt werden.
Es gibt Sendungen, bei denen man nicht einmal andeuten darf, sie zu sehen, ohne dass jemand das Wort “Niveau” ins Spiel bringt (Big Brother) und andere, die mit Quizfragen angeblich zur Bildung beitragen (“Wer wird Millionär?” und Konsorten). Ein objektives Messinstrument dafür gibt es leider nicht und so kann ich auch nur sagen, dass ich an so manchen Schubladen doch starke Zweifel habe.
Ähnlich auch das Thema DSDS vs. USFO: da wurde Herr Bohlen zum bösen Kommerzler abgestempelt, Herr Raab war dagegen der Heilsbringer, der Deutschland ganz uneigennützig zum Grandprix-Sieg führen sollte. Wenn man während der Sendung ein wenig bei Twitter mitlas, konnte man regelmässig Nachrichten mit dem Tenor “das sind noch echte Sänger”, “dagegen sind die DSDS One-Hit-Wonder nichts!” lesen. Soweit so gut. Lustig wird es allerdings bei Kommentaren wie “endlich vernünftige Titel”, “nicht so ein DSDS-Gedudel” u.ä.
Die Komponisten des Finaltitels “Sattelite”, den beide Kandidatinnen, also auch Lena Meyer-Landrut, sangen, sind John Gordon und Julie Frost. Herr Gordon hat unter anderem schon Titel für Mike Leon Grosch geschrieben, der bekanntlich in der dritten DSDS-Staffel Zweiter wurde. Ähnlich auch der Titel “I Care for You”, den Jennifer Braun im Finale von “Unser Star für Oslo” sang: Martin Fliegenschmidt schrieb schon für Thomas Godoj (Gewinner der fünften DSDS-Staffel), Claudio Pagonis war u.a. für Daniel Schumacher (Gewinner der 6. DSDS-Staffel) tätig.
Das ist übrigens auch hier aufgefallen.