Category: Netz

Shirt4Link

Von laura, 27. April 2010 10:51

Politiker tun es, Firmen tun es… da will ich doch auch mal ausprobieren, wie es eigentlich so ist, bestochen zu werden.

Bei 3Dsupply gibt es nämlich eine nette Aktion, bei der man über eben genau diese Aktion bloggen soll und dafür dann ein T-Shirt bekommt.
Auf den allerersten Blick war ich nicht so ganz überzeugt, da ich mittlerweile aus dem Alter raus bin, in dem man mit Geek-Parolen kokettieren muss (ok, vielleicht bin ich auch einfach unlustig, spießig oder ungeekig geworden) und die Shirts zu einem großen Anteil genau das tun.
Abseits der Geeks & Nerds-Kategorie gibt es aber eine Menge hübsche Motive – ich sag nur: Cookies!

Facebook ist gefährlich

Von laura, 5. April 2010 21:53

Warnungen und Berichte über Facebook oder generell Datenschutz in “Social Networks” sind momentan ziemlich populär und zweifellos gibt es da auch einiges zu kritisieren. Ausdiskutiert wird das nicht nur im Netz, sondern in so ziemlich allen Massenmedien. Eben in der Tagesschau wurde auch der offene Brief von Frau Aigner an den Facebook-Gründer Marc Zuckerberg gemeldet. Vor ein paar Jahren hatte ich selbst noch Orkut als elitär bezeichnet… lang ist es her.

Wie dem auch sei. Bei bei der Diskussion und Kritik vermisse ich immer einen Punkt: um Daten zu schützen, müssen sie erst einmal vorhanden sein, d.h. sie wurden vom Benutzer übermittelt. Im Falle von Facebook geschieht das, zumindest wenn man von Name, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum absieht, freiwillig und ohne Zwang.
Nicht dass ich Facebooks Pläne in Schutz nehmen möchte oder sogar befürworte, aber die eigentliche Ursache, nämlich dass Menschen Daten und Bilder ohne Bedenken ins Netz stellen, wird dabei offensichtlich gerne vergessen. In Schulen werden die Kinder häufig entsprechend sensibilisiert, aber wenn ich mir anschaue, was insbesondere junge Menschen Tag für Tag für einen Datenmüll in sozialen Netzwerken absondern, sollte man lieber mal dort anfangen. Wenn diese Daten erst gar nicht existieren würden, wäre es auch nicht möglich sie zu missbrauchen.

Gut und Böse

Von laura, 30. März 2010 11:56

Es wundert mich immer wieder, wie gerne doch insbesondere Fernsehsendungen in Gut und Böse unterteilt werden.
Es gibt Sendungen, bei denen man nicht einmal andeuten darf, sie zu sehen, ohne dass jemand das Wort “Niveau” ins Spiel bringt (Big Brother) und andere, die mit Quizfragen angeblich zur Bildung beitragen (“Wer wird Millionär?” und Konsorten). Ein objektives Messinstrument dafür gibt es leider nicht und so kann ich auch nur sagen, dass ich an so manchen Schubladen doch starke Zweifel habe.

Ähnlich auch das Thema DSDS vs. USFO: da wurde Herr Bohlen zum bösen Kommerzler abgestempelt, Herr Raab war dagegen der Heilsbringer, der Deutschland ganz uneigennützig zum Grandprix-Sieg führen sollte. Wenn man während der Sendung ein wenig bei Twitter mitlas, konnte man regelmässig Nachrichten mit dem Tenor “das sind noch echte Sänger”, “dagegen sind die DSDS One-Hit-Wonder nichts!” lesen. Soweit so gut. Lustig wird es allerdings bei Kommentaren wie “endlich vernünftige Titel”, “nicht so ein DSDS-Gedudel” u.ä.
Die Komponisten des Finaltitels “Sattelite”, den beide Kandidatinnen, also auch Lena Meyer-Landrut, sangen, sind John Gordon und Julie Frost.  Herr Gordon hat unter anderem schon Titel für Mike Leon Grosch geschrieben, der bekanntlich in der dritten DSDS-Staffel Zweiter wurde. Ähnlich auch der Titel “I Care for You”, den Jennifer Braun im Finale von “Unser Star für Oslo” sang: Martin Fliegenschmidt schrieb schon für Thomas Godoj (Gewinner der fünften DSDS-Staffel), Claudio Pagonis war u.a. für Daniel Schumacher (Gewinner der 6. DSDS-Staffel) tätig.

Das ist übrigens auch hier aufgefallen.

Dinge, die die Welt nicht braucht

Von laura, 26. Februar 2010 18:16

Die Trinkuhr ist ein kleines Gadget, das darüber informiert ob man am Tag genug getrunken hat. Signalisiert wird das mit einem entsprechenden Smilie. Praktisch sieht es so aus, dass ein Timer gestartet wird, dessen Gesicht sich nach jeweils 15 Minuten verändert, bis er sich dann nach 1,5 Stunden zum ersten Mal mit einem Vibrationsalarm meldet. Wenn man dann pflichtgemäss ein Glas Wasser getrunken hat, wird der Timer zurückgesetzt.
Das Ding kostet stolze 19.90 EUR und ist außerdem noch in einer Business-Variante erhältlich – ohne Smilie, dafür mit einem stilvollen Glas.

Wenn man ohnehin daran denkt, auf die Trinkuhr zu schauen, warum trinkt man dann nicht auch gleich etwas?
Der Vibrationsalarm mag ja noch ganz sinnvoll sein, aber nahezu jedes Mobiltelefon hat eine Timer-Funktion bzw. einen Wecker, mit dem man sich im 1,5 Stunden-Abstand erinnern könnte.

Kauf vor Ort leider gescheitert

Von laura, 22. Februar 2010 12:50

Heute habe ich versucht zwei neue Knopfzellen für meinen Stackmat Timer zu bekommen. Das Teil ging erst sporadisch aus, gestern morgen war dann auch die eingestellte Zeit zurückgesetzt – wohl ein klarer Fall von “Batterie leer”. Ich brauchte also zwei neue CR2032.

Die Ergebnisse der Marktforschung:
Drogerie-Kette: 1 Stück 3,99 (Noname)
Elektromarkt: 2 Stück 4,99 (Noname)
Juwelier:  1 Stück 4,99 (Energizer)

Bei Amazon gibt es die Dinger im 5er Pack ab 1,30, das Markenprodukt (Varta) einzeln für 83 Cent. Bei Reichelt zahlt man 33 Cent.
Bei dem deutlichen Preisunterschied habe ich dann auch kein schlechtes Gewissen mehr, zwei einzelne Knopfzellen via Amazon Prime zu bestellen.

Macht das Internet doof?

Von laura, 18. Februar 2010 15:14

In den letzten Monaten musste ich mehrfach an die Schlagzeile des Spiegels denken: “Macht das Internet doof?”. Der Artikel war damals nicht so sonderlich informativ und hat auch für eine Menge Kritik gesorgt, aber die grundsätzliche Frage halte ich nicht für unberechtigt. Offensichtlich scheint es insbesondere denen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, sehr schwer zu fallen, Informationen gezielt zu recherchieren bzw. Antworten eigenständig zu erarbeiten.

Lange Zeit habe ich das Internet für eine unendliche Quelle an Informationen und Wissen gehalten: Google auf, mit 3 Stichworten füttern und schon ist die Antwort auf so ziemlich jede Frage da. Zumindest in der Theorie. Während früher die Frage war: “Gibt es die Antwort irgendwo im Netz?” ist sie heute immer mehr: “Gibt es eine vertrauenswürdige Quelle für diese Antwort?”.
Kürzlich fiel mir das wieder auf, als mich jemand fragte wie viel Zoll er denn für ein Paket aus China zahlen muss. Meine erste Antwort darauf war: “Google mal danach, da wirst du mit Sicherheit eine Antwort finden”.
So sicher ist das aber gar nicht: unter den ersten Treffern zu “China Paket Zoll“ finden sich geschätzte 50 verschiedene Antworten. Ganz vorne dabei mit falschen Angaben sind Frage-Seiten wie gutefrage.net , auf denen 9 von 10 Antworten aus geistigem Dünnschiss bestehen. Eine ähnliche Quote gilt bezüglich der sonstigen Antworten: nur sehr selten findet man eine Erklärung, die bei dieser Frage auf Freigrenzen und Einfuhrumsatzsteuer hinweist.
Ich habe den Fragenden erst einmal auf die Zoll-Webseite verwiesen, wo natürlich die zuverlässigsten und aktuellsten Informationen zu finden sind. Aber offensichtlich ist der Standard-Internet-Nutzer mittlerweile viel zu sehr darauf getrimmt, Antworten in Foren vorgekaut zu bekommen. Das führt zu einer riesigen Flut von identischen Fragen, aus denen sich teilweise unterhaltsame Kreise bilden, bei denen man nach mehrmaligem anklicken von “Google doch mal, steht schon hier”-Links letztendlich wieder bei der ursprünglichen Quelle landet, ohne wirklich schlauer geworden zu sein.

Diese Denk- und Recherche-Faulheit gilt auch für ganz andere Dinge: seit etwa einem halben Jahr beschäftige ich mich mit dem sogenannten “Speedcubing”. Speedcuber sind die Leute, die den Rubik’s Cube (auch bekannt als Zauberwürfel) und diverse ähnliche Puzzle auf Zeit lösen und das mit möglichst ausgefeilten Algorithmen. Reizvoll finde ich besonders, Methoden zu erweitern und auf andere Puzzle zu übertragen. Darüber kann man sich auch prima im Netz austauschen – zumindest wenn man an den richtigen Stellen unterwegs ist.
Für so manchen “Cuber” scheint das nicht interessant zu sein. In einem Forum habe ich erwähnt, dass man den 3×3x5-Würfel problemlos mit Algorithmen für den 3×3x3- und den 3×3x2-Würfel lösen kann. Man muss vermutlich nicht einmal Ahnung von der Materie haben, um zu verstehen wie das funktionieren könnte. Aber ich habe seitdem mehr als 5 Rückfragen bekommen, ob ich dafür eine genaue Anleitung mit Abbildungen und Algorithmen habe. Darunter auch zumindest zwei Leute, die den Würfel nicht einmal in der Hand hatten, sondern lediglich bestellt haben und sich nun schon einmal provisorisch mit einer Lösung versorgen wollten.

Ich finde es traurig, dass viele (und damit meine ich definitiv nicht alle) nicht mehr bereit, Transferleistungen zu erbringen und bereits erlerntes auf neue Situationen zu übertragen. Oder auch einfach nur mitzudenken. Aber andererseits würde das Internet sicherlich enorm schrumpfen und viele Arbeitsplätze wären gefährdet, wenn man alle redundanten, zehnfach wiedergekäuten und falsch wiedergegebenen Informationen löschen würde…. und das wollen wir doch auch nicht, oder?

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