Studi-Must-Have Software Mac OS X
Kürzlich habe ich mein MacBook neu eingerichtet. Mit einem Mac ist das eigentlich ganz einfach, da man recht komfortabel Programme und Daten von einem anderen Rechner übertragen kann. Das bedeutet dann allerdings auch, dass man den alten Kram, der schon seit Monaten auf der Festplatte herumgammelt, auf das neue System übertragt. Daher in diesem Fall lieber neu einrichten.
Einige Programme, die ich häufig nutze, fielen mir schnell ein. Ebenso schnell habe ich mich dann allerdings auch gefragt was die ultimativen “must haves” auf dem mobilen Studenten-Rechner sind und habe mich im Netz auf die Suche gemacht. Die Ergebnisse waren nicht sehr überzeugend und so habe ich mir mal meine eigene Liste gebastelt, an die ich mich hoffentlich beim nächsten Mal erinnern werde…
Text schreiben, lesen und Co
Textmate ist schlicht und einfach der Text-Editor für den Mac. Auch wenn er auf den ersten Blick sehr schlicht wirkt, hat er einen riesigen Funktionsumfang. Besonders praktisch sind auch die verfügbaren Bundles, mit denen man Textmate für so ziemlich jede Programmier- und Scriptsprache fit machen kann. Ich schreibe so gut wie alles damit: egal ob Latex, Prolog oder Arduino-Projekte.
Mit dem bei Mac OS X vorhandenen Viewer “Vorschau” (oder englisch Preview) lassen sich zwar so gut wie alle PDFs gut und sicher anschauen. Ab und an brauch man aber dann doch mal den “echten” AdobeReader.
Grafik
Pixelmator ist das “Photoshop des kleinen Mannes” – intuitiv benutzbar und trotzdem ein sehr großer Funktionsumfang.
Auch das unter Linux beliebte freie Grafikprogramm GIMP gibt es für Mac OS X.
Multimedia
Egal ob DivX, VCD, DVD, MPEG, AVI, FLV, WAV, WMV oder OGG – VLC kann es abspielen und ist damit unentbehrlich für den Videokonsum.
MacTheRipper ist ein kleines, sehr funktionales Tool zum Rippen von CDs und DVDs.
Kommunikation
Twitter-Clients gibt es wie Sand am Meer. Der in meinen Augen funktionalste für Mac OS X ist Tweetie.
Adium ist ein freier Instant Messenger und kann mit allen populären Protokollen arbeiten.
Organisation
Neben den oft diskutierten GTD-Programmen Things und OmniFocus gibt es auch noch ein paar kleinere ToDo-Programme, die in ihrer Funktion den vermeintlich großen sicherlich in nichts nachstehen. The Hit List gehört dazu.
Der MindManager von Mindjet ist vermutlich das bekannteste Mindmap-Tool, sowohl für den Mac, als auch für Windows. Wenn ich ihn allerdings nicht kostenlos über die Uni bekommen hätte, wäre mir der Preis etwas zu hoch gewesen (150 Euro).
Kostenlos, allerdings auch mit geringerem Funktionsumfang, geht es aber auch mit Freemind.
Dateiübertragung und Tools
Cyberduck kommt nicht ohne Grund aus der Schweiz: es ist quasi das Schweizer Messer für die Datenübertragung. Neben FTP und SFTP spricht es auch noch ein paar weitere Protokolle und lässt sich auch super zusammen mit Textmate nutzen. Cyberduck unterstützt zudem Growl Notifications.
DropBox gilt als kostenlose Alternative zu MobileMe und ist nicht nur in dieser Hinsicht interessant. Neben dem Mac ist auch die Synchronisation mit dem iPhone, mit Linux und mit Windows möglich.
Bei der Nutzung von DropBox mit persönlichen/sicherheitsrelevanten Daten empfiehlt es sich den Ordner mit Truecrypt zu verschlüsseln.
Mit Sequel Pro lassen sich MySQL-Datenbanken komfortabel verwalten.
Systemsoftware
Eine Alternative zum vorhandenem Terminal ist iTerm. Mittlerweile hat Terminal zwar deutlich mehr Features bekommen als noch bei Tiger und Co., iTerm ist aber weiterhin einen Blick wert.
Mit Macports lassen sich diverse OpenSource-Pakete komfortabel installieren und unter Mac OS X nutzen.
Es ist zwar in den letzten Jahren deutlich weniger geworden, aber ab und an muss man doch einmal Windows booten – sei es für eine Webseite, die bockig den Internet Explorer verlangt oder für eine Programmieraufgabe, die der Professor unbedingt in XNA sehen möchte. Nach mehreren Wechseln zwischen VMWare Fusion und Parallels Desktop bin ich aktuell wieder bei Parallels gelandet. Die beiden tun sich wenig, ich habe jedoch den Eindruck dass Parallels hinsichtlich Speicherauslastung seine Aufgabe etwas besser bewältigt.
Mit CleanApp lassen sich Programme komfortabel inkl. aller Hinterlassenschaften entfernen. Zusätzlich gibt es auch noch diverse Zusatzfunktionen, mit denen sich z.B. alte Dateien oder riesige Cache-Dateien aufspüren lassen.
Sonstige Tools
“Aufpoppende” Benachrichtigungen sind tendenziell eher böse, lenken sie doch schnell ab und verlagern den Fokus auf Dinge, mit denen man sich aktuell eigentlich gar nicht beschäftigen sollte. Growl bietet diese Benachrichtigungen für zahlreiche Applikationen und wenn man sie gezielt einsetzt, sind sie sogar ziemlich praktisch.
Das Speichern von Passwörtern hat immer zwei Seiten: einerseits ist es hilfreich, um sich an viele unterschiedliche Passwörter zu erinnern, andererseits ist es ein potentielles Sicherheitsrisiko. 1Password entschärft ein wenig die Bedenken und bietet eine applikationsübergreifende und verschlüsselte Speicherung.
Auf mobilen Geräten ist die Leistung des Akkus immer interessant. CoconutBattery bietet eine praktische Überwachungsmöglichkeit über die Ladezyklen und die Leitungsfähigkeit.
Vielleicht das einzige, was man ein Mac-User bei einem Windows-User beneidet: ein Kalender beim Klick auf die Zeitangabe in der Menüleiste. Mit MagiCal kann man ihn nachrüsten.