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	<title>Ein Weblog &#187; Videospiele</title>
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		<title>gamescom 2009</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 12:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laura</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag war der erste Publikumstag der, nunja, etwas umstrittenen gamescom in Köln. Nach vielen Jahren in Leipzig auf der Games Convention traf sich nun die Branche in NRW.
Aus Konsolenspieler-Sicht muss ich sagen, dass es wenig neues zu sehen gab. Bei den PC-Spielen mag das anders sein, aber das vermag ich nicht zu bewerten.
Dass sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag war der erste Publikumstag der, nunja, etwas umstrittenen <a href="http://www.gamescom.de" target="_blank">gamescom</a> in Köln. Nach vielen Jahren in Leipzig auf der <a href="http://www.gamesconvention.com">Games Convention</a> traf sich nun die Branche in NRW.</p>
<p>Aus Konsolenspieler-Sicht muss ich sagen, dass es wenig neues zu sehen gab. Bei den PC-Spielen mag das anders sein, aber das vermag ich nicht zu bewerten.<br />
Dass sich eine große Firma wie Nintendo unter anderem mit Titeln wie &#8220;Wii Sports Resort&#8221; präsentiert, die mittlerweile schon erschienen sind, verwundert etwas, kann aber auch mit &#8220;alles wie immer&#8221; kommentiert werden.<br />
Auch wenn viele der gamescom irgendeine Bedeutung andichten wollen, ist sie im Prinzip nicht mehr als eine Ausstellung der einzelnen Hersteller &#8211; die wichtigen Nachrichten, die wirklichen Neuigkeiten, gibt es woanders, insbesondere nicht in &#8220;Good Old Europe&#8221;. Wenn Sony nicht die Playstation 3 Slim vorgestellt hätte, hätte die Bilanz noch schlechter ausgesehen und auch diese war eigentlich schon erwartet worden.<br />
Ob das nun &#8220;schlimm&#8221; ist oder auch nicht, kann man schlecht beurteilen. Die Erwartungen der Massenmedien scheinen allerdings groß zu sein, ansonsten würden sie nicht die gamescom blindlings als &#8220;Festival der Spiele-Neuheiten&#8221; preisen.<br />
Ich selbst wurde auch von einer freien Print-Journalistin angesprochen, nachdem ich mir bei Nintendo einen DSi ausgeliehen hatte. &#8220;Ich darf doch noch &#8220;du&#8221; sagen?&#8221; fragte sie zunächst und erkundigte sich dann, ob das nicht eine einmalige Gelegenheit sei, sich hier einfach eine neue Konsole mit einem brandneuen Spiel ausleihen zu können. Leider musste ich sie enttäuschen und ihr berichten, dass ich den DSi schon seit einem halben Jahr besitze und dass das Spiel, das ich dazu bekommen habe (Donkey Kong Jungle Climber), schon 2 Jahre alt ist. Das notierte sie stirnrunzelnd auf ihrem Notizblock und leider habe ich dann verpasst noch einmal nach ihrem Namen zu fragen &#8211; ich hätte gerne den fertigen Artikel gelesen.</p>
<p>Nun aber zum Vergleich Leipzig &#8211; Köln. Ich war zwei Mal bei der Games Convention. Einmal 2006, einmal 2007, wenn ich mich richtig erinnere. Beeindruckt hat mich das &#8220;Messe-Fieber&#8221; das jedes Mal zu verspüren war: vom Hotelpersonal, über die Apothekerin bis zu den Kontrolleuren in der Straßenbahn &#8211; jedem war klar &#8220;da sind jede Menge Gäste in der Stadt und wir zeigen uns von unserer besten Seite&#8221;. Dieses Gefühl hatte ich in Köln ganz und gar nicht. &#8220;Was ist denn da für eine Messe?&#8221; fragte mich eine Frau im Zug und ähnlich ging es wohl auch vielen, die genau das erst ihrem Taxifahrer, ihrem Hotelier oder wem auch immer erzählen mussten.<br />
Davon abgesehen ist die Kölner Messe natürlich größer als die Leipziger Messe. Ich habe es nicht genau nachgerechnet, wie sehr sich die Messehallen nun tatsächlich in Quadratmetern unterscheiden, aber die Hallen sind in Köln deutlich geräumiger und weitläufiger. In Leipzig war ich mehr als einmal genervt, weil es viel zu wenige Sitzgelegenheiten gab und diese meist komplett belegt waren. Das war in Köln besser geregelt: zwischendrin gab es immer wieder Imbissstände, deren Bestuhlung auch problemlos von &#8220;Nicht-Verzehrern&#8221; genutzt werden konnte. Gleichzeitig gab es noch weitere Stände mit gamescom-Sitzsäcken. Dadurch war es dann auch mal möglich eine Bühnenshow aus sicherer und relaxter Entfernung zu verfolgen.</p>
<p>Was mir sehr deutlich aufgefallen ist, war das Sammeln der so genannten Messe-Goodies. Klar, das gab es in Leipzig auch: für ein T-Shirt auf der Bühne rumhüpfen oder für ein Schlüsselband mit dem Kumpel prügeln &#8211; gerne auch mal ohne überhaupt zu wissen, worum es da nun überhaupt geht. Es mag ein rein subjektives Gefühl gewesen sein, aber ich hatte den Eindruck dass der Anteil der Besucher mit stark ausgeprägter Mitnahme-Mentalität bei der gamescom deutlich höher war als in den Jahren zuvor bei der Games Convention. Am Nintendo Stand verhandelten zwei Jungs zunächst am Stand, dass sich Artikel ohne &#8220;Nintendo&#8221;-Aufschrift nicht bei eBay verkaufen lassen (es lagen dort nur Kugelschreiber mit dem Aufdruck &#8220;Wii Sports Resort&#8221;). Anschließend wurde das Stand-Personal dann mit nervigen Fragen gequält, ob man nicht doch noch irgendwas anderes hätte. Und das nicht einmal, nicht zweimal, sondern geschlagene dreimal. Bei Ubisoft brannten zwei Personen ganz zufällig mit Wii-Fernbedienungen durch und die Netze, mit denen die Fußbälle bei EA am Morgen noch gesichert waren, waren am Abend aufgerissen.<br />
Das mag damit zu tun haben, dass das Einzugsgebiet der gamescom deutlich größer ist: Köln ist (einwohnertechnisch) fast doppelt so groß wie Leipzig. Zudem ist es im Umkreis und eigentlich auch in ganz NRW sehr gut mit der Bahn zu erreichen. Aus dem Ruhrgebiet ist man in 1-2 Stunden dort, zudem galt die gamescom-Eintrittskarte auch noch als Fahrkarte (im Nahverkehr des VRS und VRR). Da fährt man halt auch mal hin, wenn einem das eigentliche Thema der Messe gar nicht so brennend interessiert.</p>
<p>Insgesamt hat mir die gamescom jedenfalls Spaß gemacht. Ich gehöre sicherlich langsam nicht mehr ganz zur Zielgruppe (und habe vielleicht auch aufgrund meines weiblichen Geschlechts nie dazugehört) und würde mich niemals stundenlang anstellen, um ein paar Eindrücke eines neuen Spieles zu erhaschen, aber es ist doch immer wieder spannend, die einzelnen Produkte und Firmen &#8220;live und in Farbe&#8221; zu erleben. Und das konnte die gamescom definitiv bieten.</p>
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