Facebook ist gefährlich
Warnungen und Berichte über Facebook oder generell Datenschutz in “Social Networks” sind momentan ziemlich populär und zweifellos gibt es da auch einiges zu kritisieren. Ausdiskutiert wird das nicht nur im Netz, sondern in so ziemlich allen Massenmedien. Eben in der Tagesschau wurde auch der offene Brief von Frau Aigner an den Facebook-Gründer Marc Zuckerberg gemeldet. Vor ein paar Jahren hatte ich selbst noch Orkut als elitär bezeichnet… lang ist es her.
Wie dem auch sei. Bei bei der Diskussion und Kritik vermisse ich immer einen Punkt: um Daten zu schützen, müssen sie erst einmal vorhanden sein, d.h. sie wurden vom Benutzer übermittelt. Im Falle von Facebook geschieht das, zumindest wenn man von Name, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum absieht, freiwillig und ohne Zwang.
Nicht dass ich Facebooks Pläne in Schutz nehmen möchte oder sogar befürworte, aber die eigentliche Ursache, nämlich dass Menschen Daten und Bilder ohne Bedenken ins Netz stellen, wird dabei offensichtlich gerne vergessen. In Schulen werden die Kinder häufig entsprechend sensibilisiert, aber wenn ich mir anschaue, was insbesondere junge Menschen Tag für Tag für einen Datenmüll in sozialen Netzwerken absondern, sollte man lieber mal dort anfangen. Wenn diese Daten erst gar nicht existieren würden, wäre es auch nicht möglich sie zu missbrauchen.