Facebook ist gefährlich

Von laura, 5. April 2010 21:53

Warnungen und Berichte über Facebook oder generell Datenschutz in “Social Networks” sind momentan ziemlich populär und zweifellos gibt es da auch einiges zu kritisieren. Ausdiskutiert wird das nicht nur im Netz, sondern in so ziemlich allen Massenmedien. Eben in der Tagesschau wurde auch der offene Brief von Frau Aigner an den Facebook-Gründer Marc Zuckerberg gemeldet. Vor ein paar Jahren hatte ich selbst noch Orkut als elitär bezeichnet… lang ist es her.

Wie dem auch sei. Bei bei der Diskussion und Kritik vermisse ich immer einen Punkt: um Daten zu schützen, müssen sie erst einmal vorhanden sein, d.h. sie wurden vom Benutzer übermittelt. Im Falle von Facebook geschieht das, zumindest wenn man von Name, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum absieht, freiwillig und ohne Zwang.
Nicht dass ich Facebooks Pläne in Schutz nehmen möchte oder sogar befürworte, aber die eigentliche Ursache, nämlich dass Menschen Daten und Bilder ohne Bedenken ins Netz stellen, wird dabei offensichtlich gerne vergessen. In Schulen werden die Kinder häufig entsprechend sensibilisiert, aber wenn ich mir anschaue, was insbesondere junge Menschen Tag für Tag für einen Datenmüll in sozialen Netzwerken absondern, sollte man lieber mal dort anfangen. Wenn diese Daten erst gar nicht existieren würden, wäre es auch nicht möglich sie zu missbrauchen.

2 Antworten für “Facebook ist gefährlich”

  1. Zelina sagt:

    Wie ich gerade auf golem.de gelesen habe, fordert die ministerin aigner facebook zu grösserem datenschutz auf. die regierung der bundesrepublik scheint mir mit gespaltener zunge zu sprechen. wer datensammlungen wie vorratsdatenspeicherung und elena betreibt ist da in meinen augen etwas unglaubwürdig.

  2. Johann sagt:

    Mich hat diese Aufforderung auch ein wenig an die Diskussion um Internetsperren erinnert: die Daten sollen geschützt werden, aber wer sie produziert, interessiert erst einmal gar nicht.

    Ich bin kein Freund von Social Networks, habe aber einen Facebook-Account, über den man mich kontaktieren kann. Wie du richtig schreibst musste ich dort nur Name, E-Mailadresse und Geburtsdatum angeben. Das sind nicht unbedingt Informationen, die man verkaufen kann.

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