Supermarkt-Cop im Einsatz

Von laura, 20. Mai 2010 11:50

Heute morgen war ich im Supermarkt. Dass der Discounter heute eklige Tiefkühl-Hamburger im Angebot hatte, konnte ich natürlich nicht verpassen.
Auf dem Weg zur Kasse fiel dann mein Blick noch auf einen Wagen mit Gemüsepflanzen. Da musste ich gleich mal schauen, ob etwas für die Fensterbank dabei ist.
Schon auf dem Weg dorthin sah ich eine Frau, die bei eben diesen Pflanzen stand und sich mehrmals umschaute. Während ich mich letztendlich für eine Cherry-Tomate entschied, nahm sie mehrere Pflanzen heraus, begutachtete sie und stellte sie wieder hinein.
Mir kam das merkwürdig vor, insbesondere da sie sich offensichtlich beobachtet fühlte und während ich schon weiter ging, konnte ich dann im Augenwinkel erkennen, was sie vorhatte: ihre mittlerweile zwei ausgewählten Pflanzen knickte sie beiläufig mit dem Daumen um und ging zur Kasse. Ich stellte mich gleich hinter ihr an.
Wahrscheinlich ist schon klar, was nun kommt:  die Frau weinte der Kassiererin vor, wie arm und gebeutelt doch die Pflanzen sind und dass sie sich nun erbarmen würde, sie mit nach Hause zu nehmen. Natürlich nicht ohne den unglaublich großzügigen Vorschlag, dafür noch ein “paar Cent” zu zahlen. Glücklicherweise ging die Kassiererin gar nicht darauf ein und sagte: “Ich kann die nicht reduzieren. Ausserdem sind das Jungpflanzen, die wachsen noch.”. Glücklicherweise deshalb, weil ich nicht gewusst hätte, wie ich im anderen Fall reagiert hätte: laut sagen, was ich da beobachtet habe oder einfach die Klappe halten?
Da wenig los war, habe ich die Kassiererin noch kurz darauf angesprochen. Ihre Antwort: “Ich habe das schon gedacht, wir haben das öfters.”.

Tja, überall das gleiche Schema. In einem großen Supermarkt liegen stets diverse aufgerissene Haribo-Tüten im Regal, der Shopblogger berichtet über einzeln geklaute Rasierklingen und im Drogeriemarkt werden Haarfärbemittel zusätzlich zugeklebt, damit sie nicht so leicht leergeräumt werden können.

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