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Freizeitgestaltungstipps

Von laura, 23. September 2009 21:57

Aktuell sind Semesterferien, ich habe mir selbst ein paar Wochen Ruhe verordnet (naja, ok, ein bisschen etwas für die nächste Uni-Prüfung habe ich schon gelesen) und habe ein NRW-Ticket – was bietet sich da mehr an, als mal ein wenig durch die Gegend zu fahren?

Vor ein paar Tagen waren wir im “Heinz-Nixdorf-MuseumsForum” (HNF) in Paderborn. Das Museum ist das Paradies für alle Computer- oder auch allgemeiner Informationstechnik-Interessierten: die Ausstellungsstücke reichen von Höhlenmalereien, über einfachste Büro- und Rechentechnik bis hin zu aktuellen Entwicklungen (womit dann mehr als 5000 Jahre zusammengefasst wären). Es bezeichnet sich selbst als “größtes Computermuseum der Welt”.
Die Ausstellungen ist sehr liebevoll und mit einer Menge Hintergrundwissen gestaltet worden. Zu so gut wie allen Exponaten gibt es Informationstafeln, die auch dem Nicht-Informatiker einen guten Überblick bieten. Auch ist es möglich, Dinge auszuprobieren: Schriftzeichen schreiben, mit einer alten Rechenmaschine addieren oder auch Spielsteuerung via Eye Tracking – für Spielkinder gibt es eine Menge zu erleben.

Die Taschenrechnerwand im HNF

Die Taschenrechnerwand im HNF

Kritisieren könnte man die Dominanz der (Siemens-)Nixdorf Themen, andererseits ist das natürlich auch verständlich, da das Museum von der “Heinz Nixdorf Stiftung” errichtet wurde (wie der Name auch schon sagt). Nicht dass ich die Bedeutung der Nixdorf-Geräte in der Geschichte der Computer nicht anerkennen will, aber es gibt daneben nun einmal noch andere, was dem uninformierten Besucher vielleicht nicht ganz verständlich sein könnte.
So oder so aber ein interessantes Museum und auch angesichts der günstigen Eintrittskosten (5 EUR für Erwachsene, 3 EUR ermässigt) immer einen Besuch wert.
Im November gibt es zudem eine Sonderausstellung zu Claude Shannon. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir dann noch einmal vorbeischauen werden.

Vorgestern war ich dann in Bonn in der KAH oder auch lang: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Seit dem 28. August 2009 und noch bis 28. Februar 2010 gibt es dort eine Ausstellung unter dem Titel “James Cook und die Entdeckung der Südsee“.
Ich hatte schon vor 1-2 Monaten davon bei “ttt” (titel thesen temperamente) gehört und war dann noch einmal durch einen Zeitungsartikel daran erinnert worden.

James Cook Statue in Whitby

James Cook Statue in Whitby

Die Ausstellung präsentiert sehr kreativ und informativ gestaltet die drei Weltreisen von James Cook und die Exponate, die er von diesen mitbrachte. Das fängt an bei diversen Aufzeichnungen über die Reisen, geht weiter bei Schmuck aus Tonga, bei Kunst aus Hawaii, bei nachgebauten Schiffsmodellen und endet lange nicht bei zahlreichen Gemälden, die die einzelnen Begegnungen mit den fremden Kulturen darstellen. Die einzelnen Ausstellungsstücke werden jeweils nach Ländern sortiert präsentiert, wobei auf den Boden aufgezeichnete Linien verdeutlichen, wie die einzelnen Reisen Cooks verliefen. So lassen sich die Routen durch die einzelnen Länder in der Ausstellung nachlaufen.
Als bemerkenswert habe ich nicht nur die Anzahl der Exponate empfunden (es sind mehr als 550), sondern auch ihre Herkunft: sie stammen aus diversen Sammlungen und Museen in ganz Europa. Positiv ist auch, dass Cook nicht nur als “Entdecker der Welt” präsentiert wird, sondern auch die Seite der besuchten Völker beleuchtet wird.
Der Eintritt kostet 7 EUR für Erwachsene, 5 EUR ermässigt.

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